Gesetzliche Umlagen

Übersicht der gesetzlichen Umlagen 2013-2017

Umlagen-Übersicht 2013 2014 2015 2016 2017 ∆ 2016 zu 2017  
Summe 8,032 8,914 8,666 9,267 9,759 0,492 Cent/kWh
EEG 5,277 6,240 6,170 6,354 6,880 0,526 Cent/kWh
KWK-G 0,126 0,178 0,254 0,445 0,463 0,018 Cent/kWh
§19 StromNEV-Umlage 0,329 0,187 0,237 0,378 0,388 0,010 Cent/kWh
§ 17 Offshore-Haftungsumlage 0,250 0,250 -0,051 0,040 -0,028 -0,068 Cent/kWh
Stromsteuer 2,050 2,050 2,050 2,050 2,050 0,000 Cent/kWh
§18 AbLaV Umlage für abschaltbare Lasten 0,000 0,009 0,006 0,000 0,006 0,006 Cent/kWh

EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz)

Neufassung vom 01.Januar 2009

Gemäß § 60 EEG haben die Elektrizitätsversorgungsunternehmen für jede an Letztverbraucher gelieferte Kilowattstunde Strom eine EEG-Umlage an die Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten. Darüber hinaus besteht gem. § 61 EEG eine Umlagepflicht für Eigenversorger. Mit diesen Zahlungen wird die Differenz aus den Einnahmen und den Ausgaben der Übertragungsnetzbetreiber bei der EEG-Umsetzung nach § 3 Abs. 3 und 4 AusglMechV sowie § 6 AusglMechAV gedeckt werden.

KWK-G (Kraft – Wärme- Kopplungsgesetz)

vom 19. März 2002):

Die KWK-Umlage ist ein Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den

Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen mit dem Ziel die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland langfristig zu reduzieren. Es wurde mit dem KWK-G ein Anreiz geschaffen um bestehende Anlage zu erhalten, sie zu modernisieren und neue Anlagen zu errichten. Bei den geförderten Anlagen wird die gewonnene Wärmeenergie über Rohrleitungssysteme zum Heizen von Wohnhäusern und in der Produktion genutzt. Die Übertragungsnetzbetreiber geben die erhöhten Kosten an die lokalen Netzbetreiber und Energieversorger weiter. Der im verbrauchsabhängigen Preis enthaltene Aufschlag wird an den Verbraucher weitergeleitet und dient der Finanzierung dieser Maßnahmen.

§19-Umlage StromNEV-Umlage:

Nach der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) können Letztverbraucher ein individuelles Netzentgelt gemäß § 19 Abs. 2 Satz 1 bzw. Satz 2 StromNEV beantragen. Die Betreiber von Übertragungsnetzen sind verpflichtet, entgangene Erlöse, die aus individuellen Netzentgelten resultieren, nachgelagerten Betreibern von Elektrizitätsverteilernetzen zu erstatten. Die Übertragungsnetzbetreiber haben diese Zahlungen sowie eigene entgangene Erlöse untereinander auszugleichen. Die entgangenen Erlöse werden als Aufschlag auf die Netzentgelte (§ 19 StromNEV-Umlage) anteilig auf alle Letztverbraucher (LV) umgelegt.

§17 Offshore-Haftungsumlage

Die Netzbetreiber sind nach § 17f Abs. 5 EnWG berechtigt die Kosten für geleistete Entschädigungszahlungen als Aufschlag auf die Netzentgelte gegenüber Letztverbrauchern geltend zu machen. Die Ermittlung der Aufschläge auf die Netzentgelte basiert zum einen auf den prognostizierten wälzbaren Kosten aus Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks für das Jahr 2016. Zum anderen basiert die Ermittlung der Aufschläge auf der Differenz zwischen den tatsächlich wälzbaren Kosten des Jahres 2014 und den prognostizierten wälzbaren Kosten aus Entschädigungszahlungen an Betreiber von Offshore-Windparks für das Jahr 2014. Die Prognose wurde auf Basis eines komplexen, eigens entwickelten und wissenschaftlich begleiteten Simulationsmodells vorgenommen. Die Kosten wurden von den betroffenen Übertragungsnetzbetreibern TenneT TSO GmbH und 50Hertz Transmission GmbH durch Wirtschaftsprüferbescheinigungen testiert.

Stromsteuer

Die Stromsteuer ist eine auf Bundesebene geregelte Verbrauchssteuer und wird

in Deutschland auf elektrischen Strom erhoben. Am 1. April 1999 wurde sie im Rahmen des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform in der Bundesrepublik eingeführt. Die Stromsteuer gehört damit zu den so genannten Ökosteuern, und trägt wie andere Ökosteuern hauptsächlich dazu bei, die gesetzliche Rentenversicherung zu subventionieren.

Ziel ist es hierbei, so das Bundesministerium für Finanzen, dass der Bundeshaushalt diese Einnahmen zur Senkung und Stabilisierung der Rentenversicherungsbeiträge verwenden kann. Generell soll durch die schrittweise Erhöhung der Stromsteuer das Bewusstsein für das endliche Gut Energie gefördert werden. Gleichzeitig gibt die Steuer Anreize für die Entwicklung von ressourcen- und somit umweltschonenden Produkten und Produktionsprozessen.

§18 AbLaV Umlage für abschaltbare Lasten

Als neue Umlage ab 01.01.2014 wurde die Umlage für abschaltbare Lasten §18 AbLaV von der Bundesregierung verordnet. Seitens des Gesetzgebers wurde hier die Möglichkeit geschaffen, dass zukünftig auch Anbieter von abschaltbaren Lasten für Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Netz- und Systemsicherheit vertraglich verpflichtet werden können. Hierbei bilden die Paragraphen §13 Abs. 4a und 4b EnWG die rechtliche Grundlage für weitere Spezifikation von Anforderungen, Vergütungs- sowie Kosten-regelungen im Zusammenhang mit den abschaltbaren Lasten. Diese werden zusammen mit den Kriterien für eine technisch und wirtschaftlich sinnvolle Anwendung in der „Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten“ (AbLaV) weiter präzisiert. Für 2016 liegt keine neue Verordnung vor. Damit ist mit keiner Erhebung der Umlage zu rechnen.

Weitere Informationen zu den gesetzlichen Umlagen finden Sie unter: www.netztransparenz.de

Netznutzung

Seitens der Netzbesitzer beziehungsweise Netzbetreiber wird ein sogenanntes Netznutzungsentgelt erhoben, das die Nutzer für die Inanspruchnahme des Netzes entsprechend entrichten müssen. Dieses gesetzlich regulierte Entgelt enthält unter anderem die Kosten für den Aufbau, den Betrieb und die Instandhaltung von Stromnetzen.

Die für VWEW Kunden gültigen und feststehenden Netzentgelte finden Sie unter Netzentgelte.

Copyright © 2017 - Vereinigte Wertach-Elektrizitätswerke GmbH

VWEW-energie: Ihr Energieversorger im Allgäu.
Vereinigte Wertach-Elektrizitätswerke GmbH