Energiespartipp: Verbrauchsgünstig heizen

Anpassung der Heizungskennlinie

Die Heizungskennlinie (oder auch Heizkurve) stellt den Zusammenhang zwischen der Außentemperatur und der, für den Heizkreis benötigten, Vorlauftemperatur dar. Die Heizkurve wird an einem Regler eingestellt, dieser verändert mit Hilfe eines Außentemperaturfühlers und den entsprechenden Einstellungen die Höhe der Vorlauftemperatur.

Warum passt diese Einstellung nicht immer?

Je nach Außentemperatur benötigt ein Haus unterschiedlich viel Wärme aus der Heizung. An kalten Tagen im Winter muss die Heizung dementsprechend mehr liefern als in der Übergangszeit. Oftmals sind die gemachten Einstellungen nicht an die individuelle Lage, die Form und das Luftvolumen im Haus sowie die Ausstattung des Gebäudes angepasst, auch werden persönliche Bedürfnisse nicht immer einbezogen. Das Ziel ist eine angenehme Innentemperatur, ob bei +5° oder -20° Celsius Außentemperatur. Außerdem sollten die Räume nie überheizt sein, denn genau dann geht Heizenergie verloren.

Hierbei gibt es zwei entscheidende Begriffe: die Steilheit der Heizkurve sagt aus wie stark eine Änderung der Außentemperatur den Anstieg der Vorlauftemperatur bestimmt, mit der Parallelverschiebung lässt sich das Niveau der Vorlauftemperatur über den Verlauf der Heizkurve beeinflussen.

Unser Tipp

Haben Sie das Gefühl, in Ihrem Haus "passt" die Temperatur immer, egal bei welcher Außentemperatur? Dann stellen Sie doch mal die Vorlauftemperatur der Heizung um 10% vom bisherigen Wert nach unten. Wenn es immer noch warm genug ist, haben die Thermostatventile offensichtlich bisher ein Überangebot gedrosselt und Sie haben ab sofort eine Energieersparnis!

Richtig Lüften – und dabei sparen

Falsches Lüften in der Heizperiode wirkt sich stark auf den Energieverbrauch und damit auf die Betriebskosten aus. Kurzes Querlüften bei weit geöffneten gegenüberliegenden Fenstern und Innentüren ist die effektivste Methode, einen kompletten Luftaustausch herzustellen. Ersatzweise bewirken auch gekippte Fenster einen gewissen Luftaustausch, Stoßlüften ist jedoch immer zu bevorzugen. Allerdings sollten die Fenster beim Kipp- genau wie beim Stoßlüften nach einer Weile wieder geschlossen werden.

Stellen Sie die Heizkörper bei geöffnetem Fenster immer komplett ab, indem Sie beim Lüften die Heizkörperventile ganz schließen, sonst bewirkt die einströmende Luft die Aufheizung des Heizkörpers und dadurch heizen Sie direkt nach draußen.

Heizungsumwälzpumpe

Seit dem 1. Januar 2013 ist die Energieeffizienz von Nassläufer-Umwälzpumpen für Heizungen reguliert. Dadurch will die EU bis zum Jahr 2020 eine Halbierung des Gesamtstromverbrauchs aller in der Europäischen Union betriebenen Pumpen dieser Bauart erreichen. Dieses Gesetz soll in 2015 sogar noch einmal verschärft werden.

Das heißt konkret, dass neu installierte Pumpen dem sogenannten Energieffizienzindex (EEI), dabei wird die Durchschnittsleistung der Pumpe in Relation zu einer Referenzpumpe mit gleicher hydraulischer Leistung betrachtet, entsprechen müssen.
Schon heute gibt es Hocheffizienzpumpen von einzelnen Anbietern, die bereits den Vorgaben für die weitere Verschärfung des EEI-Werts von 0,23 in 2015 (0,27 in 2013) entsprechen.

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